Ektropium ist eine nach außen gewendete Lidkante mit der Folge von Tränenfluss über die Wange und Austrocknungsschäden der Schleimhaut. Beim Entropium handelt es sich um eine Einwärtswendung der Lidkante. Hier sind die Beschwerden deutlich stärker, da die Wimpern auf dem Auge scheuern. Fast ausschließlich ist das Unterlid betroffen. Es tritt vorwiegend im Alter auf.
Die häufigste Ursache ist die altersbedingte Erschlaffung der Lidkante. Da die Patienten häufig ihre Tränen aus den Augen wischen, verstärkt sich die Erkrankung. Auch eine Lähmung des Augen-Schließmuskels durch einen Defekt des Gesichtsnervs (sogenannte Fazialislähmung) bewirkt ein Ektropium /Entropium.
Um Schäden für das Auge zu verhindern (Austrocknung der Hornhaut,
Schäden der Oberfläche) und die Beschwerden zu beheben, ist eine
Lidoperation nötig. Bereits bei geringer Ausprägung sollte operiert
werden. Die Diagnose ist durch die auffallende Lidfehlstellung leicht zu
stellen. Dabei gibt es eine Vielzahl verschiedener Operationsmethoden, das
Unterlid in örtlicher Betäubung zu stabilisieren. Häufig sind
jedoch mehrere Eingriffe erforderlich. Nach ein bis zwei Wochen werden die
Fäden entfernt. Später sind meist keine Narben mehr zu erkennen.